wissenswertes

Laut Clarkson Research soll der weltweite Containerumschlag in diesem Jahr um 6,1 Prozent steigen. Für 2013 wird ein reales Wachstum von 5,0 Prozent erwartet. Starke Handelsvolumina auf den transpazifischen Routen sowie ein erheblicher Zuwachs auf den Routen Fernost – Europa haben Anlass für die verbesserten Prognosen gegeben.

Ein Auszug aus dem heutigen Forex-Report der Bremer Landesbank/Autor: Folker Hellmeyer

„Zunächst sind wir erfreut, dass erste positive Reaktionen bei der Bewertung Griechenlands durch Ratingagenturen erfolgen.
Gleichwohl ist die aktuelle positive Anpassung seitens Fitch weitaus unsportlicher als die aggressiven Herabstufungen der letzten Jahre. Diese Asymmetrie ist verstörend.
Würde man die Neuverschuldung der ersten vier Monate 2013 Griechenlands auf das Gesamtjahr extrapolieren (methodisch anfechtbar), läge die gesamte öffentliche Neuverschuldung im Dunstkreis von 1% des BIP.
Die Gesundung seit 2009 (-15,4% des BIP) ist massiv und markant und setzte per 2012 positive Überraschungsakzente (-6,3%).
Diese Gesundung ist struktureller Natur und unter massivsten konjunkturellen Belastungen erreicht worden (-20% des BIP). Eine derartige fiskalische Leistung ist unter diesen Umständen historisch einmalig.
Aggressive fiskalische Reformpolitik, markante Haushaltssanierung, starke Reduktion der Lohnstückkosten und nahezu sensationelle Sanierung des außenwirtschaftlichen Ungleichgewichts sind die Erfolgskennziffern, deren Preis die massive Kontraktion des BIP ist.
Werfen wir einen kurzen Blick auf die Fakten, die allen Ratingagenturen zugänglich sind:

Griechenland                                                        2009                  2012                 2013
Öffentlicher Haushalt                                       -15,4%               - 6,3%               - 4,6% ( IWF P)
Handels- u. Dienstleistungsbilanz           -26,3 Mrd.         -11.9 Mrd.           -4,1 Mrd. ( Eurostat P)
Exporte Waren und Dienstlestg.                44,5 Mrd.           52,3 Mrd.          53,6 Mrd. (Eurostat P)
Lohnstückkosten ab 2010 -11,5% (Deutschland +4,8%)

Ebenso gereicht es uns zur Freude, dass die Arbeitsmarktreform in Frankreich mit überwältigender
Mehrheit von 168 gegen 3 Stimmen im Senat abgesegnet wurde. Die Deregulierung des starren
französischen Arbeitsmarkts ist eine der Grundlagen, um Frankreichs internationale
Wettbewerbsfähigkeit zu optimieren. Hier ist es zu einem Schlüsselereignis gekommen."

Der weltweit renommierte Schiffsgutachter Lloyd's Register, hat am Montag eine Untersuchung der Rüstungstechnologiefirma Qinetiq und der Universität von Strathclyde vorgestellt.

Der globale Seehandel wird dieser Studie zufolge in den nächsten Jahrzehnten drastisch zunehmen. Bis 2030 werde sich das globale Transportaufkommen über den Seeweg mehr als verdoppeln. Bis dahin würden 19 bis 24 Milliarden Tonnen jährlich per Schiff transportiert. Das aktuelle Transportvolumen beläuft sich auf lediglich rund neun Milliarden Tonnen.

Hauptgrund für die Steigerungsrate sei die enorme Nachfrage des Wachstumsmarktes China nach Rohstoffen. Bis 2030 werde die Volksrepublik etwa drei Mal so viel Öl brauchen wie derzeit und etwa 60 Prozent der weltweiten Kohle abnehmen. Der Studie zugrunde gelegt wurden das Wachstum der Bevölkerung, die wirtschaftliche Entwicklung und die Nachfrage nach Rohstoffen.

Selbst unter den ungünstigsten Basisannahmen dürfte die Schifffahrt gewaltig zulegen, sagte der Chef von Lloyd's Register, Richard Sadler. Auch hier liege China vorn: Gut die Hälfte der neuen Schiffe komme in den nächsten 20 Jahren aus der Volksrepublik. Damit dürften auch die Überkapazitäten in einigen Schiffssegmenten und Größenklassen kurzfristig ausgeglichen werden.

Die Kernaussagen der Untersuchung bestätigen, dass das Festhalten am Schifffahrtsstandort Deutschland eine elementare Aufgabe der Politik und der Wirtschaft darstellt – und die Rahmenbedingungen sind nahezu optimal! Sowohl Schiffspreise als auch Charterraten befinden sich auf sehr niedrigem Niveau, so dass immenses Steigerungspotenzial bei diesen beiden entscheidenden Kennziffern besteht.

Die aktuelle Situation an den Schifffahrtsmärkten lässt insbesondere die Reedernation Griechenland aktiv werden. Seit jeher sind die griechischen Reeder bekannt dafür, in Krisenzeiten die sehr günstigen Einkaufsgelegenheiten von Frachtschiffen zu nutzen. Seit Jahresbeginn wurden weltweit 315 Secondhand-Frachter gehandelt – unglaubliche 72 Transaktionen gingen dabei an die Griechen. Auch die Asiaten verstehen sich als Antizykler, der zweitgrößte Teil ging in den fernen Osten.

Die Profis an den Märkten sind sich einig, dass aktuell ein hervorragender Zeitpunkt für Schiffsankäufe ist. Wir schließen uns dieser Meinung an, denn im Zehnjahresvergleich fallen heute sowohl die Schiffspreise als auch das Charterratenniveau äußerst gering aus, so dass zumindest die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sich zeitnah klare Erholungstendenzen abzeichnen können. Die Meinung vieler Insider ist zudem, dass wir in einer globalisierten Welt leben, und die Makroökonomie auf Wachstum ausgelegt ist. Und da weltweit mehr als 90 Prozent aller Handelsgüter über den Seeweg transportiert werden, wird die Globalisierung nur mit einer funktionierenden Schifffahrt einhergehen – gewisse Volatilitäten selbstverständlich inkludiert.

Nach „Lehman Brothers 2008" bedurfte es eine gehörige Portion Aufmerksamkeit, um positive Nachrichten aus den Wirtschaftsmedien zu entnehmen. Seit einiger Zeit stellen wir fest, dass die Anzahl der zuversichtlichen Berichte rasant zunimmt.

Unabhängig davon, wie jeder Einzelne zu den Euro-Entwicklungen steht, die makroökonomischen Rahmenbedingungen scheinen unter einem positiven Stern zu stehen.

Wir haben Ihnen nachfolgend einen kleinen Auszug an Headlines der gängigen Wirtschaftsmedien aufbereitet.

Handelsblatt / 29.11.2012
Selbstbewusste Prognose – „Chinas Wirtschaftsleistung verdoppelt sich bis 2020"

Frankfurter Allgemeine Zeitung / 29.11.2012
Europa – EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier: „Höhepunkt der Schuldenkrise überwunden"

Manager Magazin / 29.11.2012
Auslandorders – „Maschinenbauer spüren wieder Aufwind"

Manager Magazin / 29.11.2012
Drittes Quartal – „US-Wirtschaft verdoppelt ihr Tempo"

www.n-tv.de / 30.11.2012
Überraschend stark im Oktober – „Japans Industriemotor springt an"

Handelsblatt / 29.11.2012
Schlussbericht Börse Frankfurt – „DAX nimmt Kurs auf Jahreshoch"

Spiegel / 29.11.2012
Hoffnung auf Erholung – „US-Wirtschaft wächst überraschend kräftig"

Manager Magazin / 30.11.2012
Börse – „Anleger begrüßen Griechenland Entscheidung"

Selbstverständlich ist die Wirtschaftsentwicklung nicht vor Risiken gefeit, jedoch rechnen Experten sehr stark damit, dass die oben aufgeführten Anzeichen Nährboden für eine zukünftige Aufschwungsphase sind.

Wir sind überzeugt, dass die Globalisierung weiter anhält – sie ist politisch gewollt und unserer Ansicht nach unumkehrbar. So dramatisch einige Nachrichten aus der maritimen Wirtschaft auch sind, so muss dennoch festgehalten werden, dass die Schifffahrt das Rückgrat der Globalisierung ist und punktuelle Überkapazitäten ein temporäres Problem darstellen.
Die alte Börsenweisheit „Verkaufen, wenn die Violinen spielen und kaufen, wenn die Kanonen donnern" ist aus unserer Sicht an Aktualität nicht zu überbieten.

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