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Griechenland bringt sich für einen künftigen Aufschwung in Position. Nachdem Griechenland einen beispiellosen Wirtschaftseinbruch ertragen musste, fangen die ersten Reformerfolge an zu greifen. Trotz des herben Wirtschaftseinbruches konnte die Neuverschuldung leicht reduziert werden. Dieser Erfolg basiert auf den zum Teil massiven Reformumsetzungen der letzten Jahre.

Um künftig Investoren in das Land zu locken, plant die griechische Regierung Sonderwirtschaftszonen einzurichten.
Die Regierung habe bereits bei der Europäischen Kommission die Zustimmung für Sonderkonditionen in bestimmten Gebieten beantragt, teilte Entwicklungshilfeminister Costis Hatzidakis am Dienstag mit. Ziel sei es, um Investoren mit niedrigeren Abgaben und weniger Bürokratie zu werben. Gültige Arbeitsgesetze müssten allerdings vollständig respektiert werden, betonte Hatzidakis. Griechenland hat die Mindestlöhne bereits drastisch gekürzt, um damit gegen die Rekordarbeitslosigkeit vorzugehen. Vor allem China setzte in der Vergangenheit auf Sonderwirtschaftszonen und lockte damit erfolgreich Kapitalgeber an.

Hört man doch derzeit überall Gegenteiliges – Chinas Wirtschaft schwächelt und das China nur eine Luftblase sei. Folgende Nachricht dürfte eindrucksvoll belegen, dass die Regierung in Peking nichts dem Zufall überlässt!

Der „wirtschaftliche Einbruch" der unaufhaltsam wachsenden Republik stammt nicht etwa aus einer Fehlentwicklung von Angebot und Nachfrage. Nein, China hatte es sich zum Ziel gemacht die Inflation einzudämmen, deswegen wurden Investitionen und Subventionen zurückgefahren. Jetzt, in einer Phase der niedrigen Inflation und dem Aufkeimen von ersten wirtschaftlichen Rückschlägen, handelt Peking wieder – und zwar massiv!

Als ersten Schritt hat die Regierung die Zentralbank beauftragt wieder mehr Liquidität in den Markt zu drücken, es handelt sich um ein Volumen von 208 Mrd. Yuan (35 Mrd. Euro). Als zweiter Schritt wird ein Bau- und Ausgabenprogramm für Provinzen und einige Städte kommen. Die Regierung nimmt dafür erstaunliche 7 Billionen Yuan (885 Mrd. Euro) in die Hand.

Die hiesigen Medien schreiben, dass China in einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale steckt und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich die 1,5 Mrd. Chinesen auflehnen.
Die Fakten sehen jedoch anders aus, die chinesische Wirtschaft wuchs im ersten Halbjahr 2012 um satte 8,1 Prozent. Erste Indikatoren melden leichte Rückgänge und schon wird in Peking gehandelt – hier von einem Einbruch zu sprechen ist deutlich verfrüht, insbesondere aufgrund der extrem schnellen Handlungsfähigkeit der Regierung.

Sobald dieses Programm in der Umsetzungsphase steckt, so schätzen Experten, wird das umgehend einen positiven Einfluss auf die gesamte Weltwirtschaft haben.

Der Euro-Rettungsfonds EFSF konnte sich am Markt ein weiteres Mal mit negativen Zinsen frisches Kapital besorgen. Er sammelte am Dienstag bei einer Auktion von dreimonatigen Geldmarktpapieren knapp 1,5 Milliarden Euro ein. Die Anleger zahlten dafür eine Prämie, anstatt sich ihr Geld wie üblich verzinsen zu lassen. Bereits im Juli konnte der EFSF sich mit ähnlichen Konditionen am Markt behaupten.

Die durchschnittliche Rendite betrug diesmal minus 0,018 Prozent – im Vormonat lag das Minus bei etwas geringeren 0,0113 Prozent. Die Nachfrage an diesen Papieren ließ leicht nach: Die Auktion war gut 2,6-fach überzeichnet, eine leichte Abkühlung zum Vormonat (3,0-fache Überzeichnung).

Auch Spanien hat erfolgreich den Kapitalmarkt angezapft und muss Investoren nicht mehr so hohe Zinsen bieten wie zuletzt. Das hoch verschuldete Land verkaufte am Dienstag Anleihen über rund 4,5 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Rendite für Papiere mit 18-monatiger Laufzeit fiel auf etwa 3,3 Prozent, nach rund 4,2 Prozent bei einer vorigen Auktion im Juli.

Die sinkenden Refinanzierungszinsen entstehen nicht etwa aufgrund sich verändernder Wirtschaftsdaten, aus diesem Bereich kam in den letzten Tagen wenig positive noch negative Fakten zum Vorschein. Der Grund liegt darin, dass sich der Euroraum geschlossener für den Erhalt des Euro ausgesprochen hat und dadurch die Wetten gegen den Zerfall des Euro abnehmen – es bleibt dabei, die Werthaltigkeit des Geldes hängt in erster Linie vom Vertrauen ab, nicht vom tatsächlichen Schuldenstand.

Nach gut vier Jahren der zunehmenden Piratenübergriffe auf Frachter, vorwiegend im Golf von Aden, weist die Statistik rückläufige Zahlen auf. Man wird abwarten müssen, ob sich dieser Trend weiter fortsetzt - die Vorzeichen sind in jedem Falle positiv.

Bereits 2011 gingen die Übergriffe leicht zurück, von 445 Vorfällen in 2010 auf 439. In diesem Jahr wurden bis zum 16. August „lediglich" 202 Angriffe gezählt.

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang dürfte das Mitführen von Sicherheitspersonal auf den Frachtern sein. Bis dato ist kein Frachter gekapert worden, auf dem sich Sicherheitspersonal befand. Die größte Problemstellung für Reeder ist die Frage nach dem geeigneten Sicherheitspersonal. Ab Mitte 2013 bietet die Regierung ein staatliches Gütesiegel für Sicherheitsfirmen an, welches für Frachter unter deutscher Flagge verpflichtend werden soll.

Um die Auswahl explizit zu vereinfachen, wird der Bremer Versicherungsvermittler und Transportversicherer Lampe & Schwartze eine eigene Zertifizierung der Sicherheitsfirmen vornehmen. Der Transportversicherer nimmt die offenen Fragen seiner Klientengruppe der Reeder sehr ernst und will diesen Bereich der Sicherheitsdienstleistung professionalisieren.

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