wissenswertes

Eine mögliche Trendwende in der kriselnden Containerschifffahrt könnte dagegen die Ankündigung der führenden Linienreedereien (Hapag-Lloyd, Maersk, CMA CGM, MSC, Evergreen) sein, die Frachtraten deutlich zu erhöhen. So soll sich der Preis für den Transport einer 20-Fuß-Box (TEU) von China nach Nordeuropa bis zum Frühlingsbeginn auf 1.500 Dollar verdoppeln. Der ruinöse Preiskampf könnte damit beendet sein. Darauf angesprochen meint der Hamburger Reeder Hermann Ebel: „Wenn sich diese Entwicklung so hält, werden die Linienreedereien bald wieder in schwarze Zahlen kommen".

Maersk – kein Preisdumping mehr
Erfreuliche Nachrichten erreichten uns kürzlich von der dänischen Reederei Maersk. Diese will endlich, nach Monaten des Verdrängungwettbewerbs, dem Preisdumping die Stirn bieten. Denn ein solcher ruinöser Wettbewerb geht auch an der weltweit größten Containerreederei der Welt nicht spurlos vorüber. In 2011 ging der Gewinn um 36% Prozent zurück.
Aus diesem schlechten Ergebnis hat die Reederei Konsequenzen gezogen und will den Gewinn erhöhen, indem überflüssige Kapazität abgebaut wird, durch Zurückgabe von Chartertonnage und durch Betreiben der Schiffe mit slow-steaming.
Desweiteren wurde mitgeteilt, dass nur 10 von ehemals geplanten 20 Schiffen in der Tripple E-Klasse (über 18 000 TEU) abgeliefert werden sollen. Das wird gerade auf der Fernost Linie zu einem erheblichen Rückgang von Containerplätzen führen. Kumuliert will die Reederei auf dieser Linie die Kapazität um 9% senken.
Außerdem hat man sich auf einen Zusammenschluss von Diensten mit der CMA CGM geeinigt.
Wir halten dieses Einlenken für ein sehr positives Zeichen.

Tonnagesteuer
Bei der sogenannten Tonnagesteuer handelt sich nicht um eine eigenständige Steuer, sondern um eine besondere Form der Gewinnermittlung.

Schiffsfondsgesellschaften erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb, wenn die Gesellschaft nachhaltig und selbstständig am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt und das Kostenrisiko aus dem Schiffsbetrieb trägt. Die Gesellschaft kann den steuerlichen Gewinn pauschal nach der Nettoraumzahl des Schiffes ermitteln (pauschalierte Gewinnermittlung nach § 5a EStG, sogenannte Tonnagesteuer), vorausgesetzt, dass sie einen entsprechenden Antrag stellt, das Schiff im internationalen Verkehr betrieben wird, die Bereederung des Schiffes im Inland erfolgt, die Geschäftsleitung der Fondsgesellschaft ihren Sitz im Inland hat und das Schiff in einem deutschen Register eingetragen ist. An diesen Antrag ist die Gesellschaft 10 Jahre lang gebunden.

Die Anwendung der Tonnagesteuer führt zu geringen, pauschal ermittelten Gewinnen der Gesellschaft unabhängig von der realen Gewinn- oder Verlustsituation. Für die Kommanditisten führt die Tonnagebesteuerung zu einem geringen steuerpflichtigen Gewinn aus der Beteiligung in Höhe von etwa 0,1 bis 0,4% pro Jahr bezogen auf das gezeichnete Kommanditkapital (abhängig von der Nettoraumzahl des Schiffes und der Höhe des Gesellschaftskapitals). Auf diesen Gewinn ist dann der individuelle Steuersatz zu entrichten.

Zu beachten ist, dass mit der Tonnagesteuer eventuell spätere Gewinne aus der Veräußerung des Schiffes bereits abgegolten sind.

Das steuerliche Ergebnis wird von der Gesellschaft ermittelt und rechnerisch auf die Anleger verteilt. Steuerpflichtig für Gewinneinkünfte sind die Gesellschafter im Rahmen ihrer Einkommensteuer, nicht das Unternehmen (steuerliche Transparenz der KG). Das steuerliche Ergebnis ist völlig unabhängig von der tatsächlichen Ausschüttungshöhe.

Die Beteiligung an einer gewerblich geprägten geschlossenen Beteiligung ist als Direktkommanditist oder als Treuhandkommanditist möglich. Bei Schenkung oder Erbschaft gab es bisher eine unterschiedliche Behandlung. Diese ist ab sofort nicht mehr anzuwenden, hat das Bayerische Finanzministerium in einem Erlass angeordnet (S 3811 035 38476/10).

Hintergrund
Bisher wurde der über einen Treuhänder gehaltene Fondsanteil von den Finanzbehörden nicht als Betriebsvermögen betrachtet. Die beteiligten Anleger konnten deshalb nicht die Vergünstigungen des Erbschaftssteuergesetzes geltend machen. Gerade viele vermögende Kunden scheuten sich, ihre Beteiligung an geschlossenen Fonds für jeden über das Handelsregister nachvollziehbar zu machen. Und manche Vertriebe, Initiatoren und Zweitmarktfonds identifizierten so die Fondsanleger, um sich ihnen dann mit eigenen Angeboten werblich aufzudrängen.

Pluspunkt
Nun ist also das zweigeteilte Modell abgeschafft, ein zusätzlicher Pluspunkt für geschlossene Fonds. Denn so kommen ab sofort auch Anleger mit treuhändischer Beteiligung in den Genuss von Steuervorteilen.

John Fredriksen has cashed in $1 billion of his stake in offshore driller Seadrill. Mr. Fredriksen's Hemen Holdings said the sale will allow the Fredriksen Group to have a slightly more diversified investment portfolio, and "will also create liquidity to aggressively pursue investment opportunities in the currently oversupplied market for commodity shipping. Such opportunities include buying distressed asset companies, ordering newbuildings and seeking opportunities for consolidation." Seadrill said that Hemen Holding has sold 24 million shares and 24 million seller put options in the company at a combined purchase price of NOK 236.3176 per share and seller put option, and had reduced its holding of shares from 28 percent to 23 percent of the company's issued and outstanding share capital. Seadrill says Mr. Fredriksen will remain Chairman of Seadrill and is committed to the successful development of Seadrill over the long term.

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