wissenswertes

Das Statistische Bundesamt hat heute in Wiesbaden die Zahlen zum Güterumschlag 2011 in Deutschland veröffentlicht. Bemerkenswert ist der Fakt, dass das Jahr 2011 für den größten Zuwachs an Güterumschlag seit 1994 gesorgt hat.

Alleine der Güterverkehr der deutschen Seeschifffahrt hat ein Wachstum in 2011 gegenüber 2010 von sagenhaften 6,8% vorzuweisen.
Ein Gedanke zur Lage der öffentlichen Wahrnehmung im Bezug auf das Thema Krise. Gefühlt verbreiten die Medien und die Politik so etwas wie Massenpanik. Überall ist zu lesen, dass die Welt kurz vor dem Abgrund steht – vielleicht liegt es am zu Ende gehen des Kalenders der Maja?!
Weiterlesen: Güterverkehr in Deutschland mit größten Zuwächsen seit 1994

Nachdem sich auch der Schwergutmarkt insbesondere durch die „Beluga-Insolvenz" leicht rückläufig entwickelte, gibt der Auktionserlöse ausgerechnet eben durch eines der letzten noch arrestierten Belugaschiffe MS „Beluga Sydney" Grund zur Freude. Der 2010 in Dienst gestellte Schwergutfrachter mit einer Tragfähigkeit von 19.350 Tonnen erzielte einen Erlös von 26,75 Mio. Euro – dieser Preis dürfte nicht all zu weit von dem ursprünglichen Kaufpreis entfernt liegen.
Wir meinen, dass der Projektgütermarkt weiterhin der Schifffahrtsmarkt ist, der sich eher durch Stabilität anstatt Volatilität auszeichnet – trotz der Beluga-Insolvenz, die sich in erster Linie wohl tatsächlich auf Managementfehler beruht.

Nachdem Mitte Dezember 2011 die Hamburger Traditionsreeder Komrowski und Erck Rickmers zur Blue Star Holding fusionierten, wird in Haren an der Ems die Genossenschaft „European Minibulk eG" ins Leben gerufen.
Zweck dieser Genossenschaft ist die Bündelung der Schifffahrtsaktivitäten für die von Mitgliedern eingebrachten Minibulker. Bisher kann die Genossenschaft auf ca. 90 Schüttgutfrachter, die sich überwiegend im Größensegment 3.000/4.000 tdw. bewegen, zugreifen. Die von Norddeutschen und Niederländern gegründete deutsche Genossenschaft mit europäischer Ausrichtung strebt einen sukzessiven Mitgliederanstieg an. Das maßgebliche Ziel ist es, die unternehmerischen Risiken zu reduzieren bei gleichzeitiger Aussicht auf erhöhte Marktchancen – dies ist insofern für die Mitglieder interessant, da die Eigenständigkeit der Reeder nicht beschnitten wird.
Wir begrüßen eine solche Gründung sehr, da wir insbesondere mittel- bis langfristig positive Auswirkungen auf die jeweiligen Märkte vermuten. Selbstverständlich wird es auch in Zukunft Nischenanbieter geben, die sich ihre Individualität erhalten wollen. Alles in Allem ein spannendes Szenario, welches noch für viel Gesprächsgelegenheiten sorgen wird.

Die griechische Reederei Diana Containerships Inc. kauft vier Frachter. Zwei zehn Jahre alte Containerfrachter (3.739 TEU) gehen für jeweils 33 Mio. USD von der Hamburg Süd zu den Griechen und von Neptun Orient Lines übernehmen die Hellenen zwei weitere Containerschiffe (4.729 TEU, Infahrtsetzung 1995/96) zu einem Stückpreis von 30 Mio. USD.
Des Weiteren vermeldet die Reederei Briese aus Leer ihren ersten Schiffsverkauf in diesem noch jungen Jahr. Nach einer Laufzeit von 14 Jahren wurde der Mehrzweckfrachter MS „Leda" erfolgreich veräußert. Die vorläufig bekanntgegebene Nachsteuerrendite bezieht sich nach der IRR-Methode auf 11,12 % p.a.
Wir wollen nicht über Problematiken in der Schifffahrt hinwegsehen, jedoch wollen wir auch Ihnen die positiven Nachrichten nicht vorenthalten.

Reeder von Containerfeederschiffen machen es der „European Minibulk eG" nach. Durch die Gründung der Genossenschaft versprechen sich die Gründer effizienteres Arbeiten, insbesondere durch Kostenvorteile im zentralen Einkauf (z.B. Bunker, Schmierstoffe) und durch das Bündeln von Arbeitsvorgängen. Die CF Container Feeder eG ist so aufgestellt, dass auch Reeder aus den europäischen Nachbarländern von den Vorzügen dieser Genossenschaft überzeugt werden sollen.
Wir sind der Überzeugung, dass das Ziel sein muss, die Anzahl der in der Genossenschaft geführten Schiffe maximal auszuweiten – denn auf diesem Wege würde neben den Kosten- und Arbeitsvorteilen noch eine gewisse Marktpräsenz auftreten, die in Zukunft eine derart desaströse Charterratenentwicklung wie in den vergangen drei Jahren zumindest in Zukunft abmildern könnte – ohne dass es direkt Gespräche mit dem europäischen Kartellamt geben muss.
Wir sind der Meinung, dass dies ein Schritt in die richtige Richtung ist! Eine merkliche Veränderung, bzw. Beeinflussung der Märkte wird zwar nicht von heute auf morgen eintreten, mittel- bis langfristig sehen wir diese Möglichkeit jedoch durchaus gegeben – wir werden die weitere Entwicklung mit sehr großem Interesse weiterverfolgen...

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