wissenswertes

Ein Auszug aus dem heutigen Forex-Report der Bremer Landesbank/Autor: Folker Hellmeyer

„Zunächst sind wir erfreut, dass erste positive Reaktionen bei der Bewertung Griechenlands durch Ratingagenturen erfolgen.
Gleichwohl ist die aktuelle positive Anpassung seitens Fitch weitaus unsportlicher als die aggressiven Herabstufungen der letzten Jahre. Diese Asymmetrie ist verstörend.
Würde man die Neuverschuldung der ersten vier Monate 2013 Griechenlands auf das Gesamtjahr extrapolieren (methodisch anfechtbar), läge die gesamte öffentliche Neuverschuldung im Dunstkreis von 1% des BIP.
Die Gesundung seit 2009 (-15,4% des BIP) ist massiv und markant und setzte per 2012 positive Überraschungsakzente (-6,3%).
Diese Gesundung ist struktureller Natur und unter massivsten konjunkturellen Belastungen erreicht worden (-20% des BIP). Eine derartige fiskalische Leistung ist unter diesen Umständen historisch einmalig.
Aggressive fiskalische Reformpolitik, markante Haushaltssanierung, starke Reduktion der Lohnstückkosten und nahezu sensationelle Sanierung des außenwirtschaftlichen Ungleichgewichts sind die Erfolgskennziffern, deren Preis die massive Kontraktion des BIP ist.
Werfen wir einen kurzen Blick auf die Fakten, die allen Ratingagenturen zugänglich sind:

Griechenland                                                        2009                  2012                 2013
Öffentlicher Haushalt                                       -15,4%               - 6,3%               - 4,6% ( IWF P)
Handels- u. Dienstleistungsbilanz           -26,3 Mrd.         -11.9 Mrd.           -4,1 Mrd. ( Eurostat P)
Exporte Waren und Dienstlestg.                44,5 Mrd.           52,3 Mrd.          53,6 Mrd. (Eurostat P)
Lohnstückkosten ab 2010 -11,5% (Deutschland +4,8%)

Ebenso gereicht es uns zur Freude, dass die Arbeitsmarktreform in Frankreich mit überwältigender
Mehrheit von 168 gegen 3 Stimmen im Senat abgesegnet wurde. Die Deregulierung des starren
französischen Arbeitsmarkts ist eine der Grundlagen, um Frankreichs internationale
Wettbewerbsfähigkeit zu optimieren. Hier ist es zu einem Schlüsselereignis gekommen."

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